Wochenbericht vom 30. Januar 2026
Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte der Lietzensee-Grundschule,
mit Schnee, vereisten Schulhöfen und stillstehenden Straßenbahnen hat uns der Januar mit allem, was ihm der Legende nach zur Verfügung steht, ordentlich herausgefordert. Dennoch haben wir es an sein Ende geschafft, weitestgehend frei von Blessuren. Frostkalt war es, ja, aber wie Pippi Langstrumpf schon ganz weise sagte, so friert man nicht, wenn das Herz nur warm ist und schlägt, wie es schlagen soll. Und manchmal hilft es auch, wenn man sich ganz dicht aneinander kuschelt, wie es die drei Spatzen aus dem Gedicht von Christian Morgenstern tun.



Außerdem gibt es Ende Januar immer etwas zu feiern. Nein, nicht, dass der Januar endlich vorbei ist: Heute ist unser Schuljahr ein halbes Jahr alt und die Kinder der Jahrgangsstufen 3-6 erhalten ihre Zeugnisse.
Wir hoffen, dass Ihre Kinder glücklich mit ihren Zeugnissen sind und stolz auf das, was sie in dem letzten Halbjahr geleistet haben. Dass dies mit Noten mitunter schwer zu erfassen ist und so viel dazwischen liegt, ist uns natürlich bewusst. Doch seien Sie sicher, dass wir als Lehrkräfte und Schulleitung jeden Tag darum kämpfen, jedes Kind im Rahmen seiner Möglichkeiten zu fördern und ihm die bestmögliche Umgebung zu schaffen, um sich weiter zu entwickeln. Wir hoffen, dass Ihre Kinder den heutigen Tag als ein Ereignis erleben, das es sich zu feiern lohnt. Und wir hoffen, dass sie, ganz unabhängig von ihren Noten, unsere Schule als einen Ort erleben, wo es immer wieder neue, spannende Dinge zu lernen und zu entdecken gibt, ob es sich dabei um das Einmaleins, um Rechtschreibstrategien, um neue Kunsttechniken, um geometrische Körper oder um selbstgemachtes Müsli geht.


Erkennen Sie, welche Körper die Eulen der 2c aus Zahnstochern und Knete gebastelt haben? Und wissen Sie noch, worin der Unterschied zwischen geometrischen Formen und Körpern besteht?

Und was das selbstgemachte Müsli angeht: Die Bienenklasse 1d war am letzten Freitag in der Domäne Dahlem beim Workshop „Quetsch die Flocke“. Nachdem zuerst die Kühe im eiskalten Stall besucht wurden …

… ging es anschließend an die Arbeit: Die Kinder haben fleißig selbst Obst geschnitten und Haferkerne zu Flocken gequetscht. Lecker!



In eine (vermeintlich) ganz andere Welt ist die Klasse 4a eingetaucht, als sie am letzten Donnerstag das Technikmuseum besucht hat. Hier wurde nicht die Natur ganz handfest durch Technik zu etwas Essbarem gequetscht, stattdessen setzten sich die Kinder mit der Frage auseinander, ob der Mensch durch den Einsatz von Technik die Natur grundlegend verändert. Von der Zerstörung der Natur durch den Walfang über die Nutzung klimaneutraler Energie bei Windmühlen bis hin zu Otto Lilienthals Bionik-Experimenten entdeckten sie, wie sich Technik und Natur gegenseitig beeinflussen.




Um die Verbindung von Mensch und Natur ging es auch beim Besuch der Eulenklasse 2c im Bröhan Museum. Nach einer Rallye durch die Ausstellung ging es spritzig und praktisch weiter und die Kinder durften selbst kreativ werden.
Die Kinder haben Schablonen gestaltet …



… und haben anschließend mit der Spritzpistole eigene Dekore auf Papier gespritzt. So entstand von jedem Kind, passend zur Ausstellung, eine Stadt oder die Natur.


Wissen kann uns in allen möglichen Farben und Formen begegnen und wir wissen nie, in welchen Situationen es uns einmal nützlich sein wird.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Kindern schöne und entspannte Winterferien und dass Sie, wo immer Sie auch sind, etwas sehen, was sie nie zuvor gesehen haben.
Ihr Schulleitungsteam
